Tag 3 & Heimreise

Tag 3 & Heimreise

 

2. Juni 2013 – Nuthanger Farm, Hochspannungsmasten & Watership Down

Nuthanger Farm (leider gerade unter Renovierungsarbeiten)Nach einem stärkenden Frühstück an diesem dritten und letzten Wandertag machten wir uns auf in Richtung Nuthanger Farm. Erst ging es lange nur stur die Straße entlang, weil es wiedermal keine Möglichkeit gab abzubiegen. Dabei hatten wir aber die Gelegenheit den Down noch mal von weitem zu knipsen und auch die Hochspannungsmasten zu photographieren, die dort quer über die Felder verliefen. Zum Glück tat sich dann nach Norden ein Feldweg auf, der auf einem öffentlichen Fußweg direkt zur Nuthanger Farm führte und den wir natürlich nahmen.

Schon nach einem recht zügigen Fußmarsch kamen wir bei der Farm an – natürlich war es nicht erlaubt ihr Gelände zu betreten, aber wir konnten ein paar Photos machen. Leider wird die Farm derzeit renoviert (sie bekommt ein neues Dach) und sieht natürlich dementsprechend aus. Schade für uns, aber immerhin konnte man noch markante Punkte erkennen und wir freuten uns trotzdem.

Nachdem es sonst bei Hochspannungsmasten (mit dem Down im Hintergrund)der Farm nichts interessantes zu sehen gab und von dort auch kein Weg weiter zum Down führte, als der zurück auf die Straße, von der wir kamen, gingen wir eben dort hin zurück. Jetzt hieß es weiter an der Straße entlang zu gehen, bis die Abzweigung der Ecchinswell Road kam, bei der wir links abbiegen konnten und so auf einer geteerten Straße teilweise um und auf den Down kamen. Da eben diese Straße links und rechts ein wenig bewaldet war, waren wir wenigstens im Schatten, denn obwohl wir durchweg gutes Wetter hatten und es kaum mehr als 25°C hatte, kamen wir doch etwas ins Schwitzen. Nach ca. einer Stunde Fußmarsch kamen wir auf der Kuppe der Straße an und konnten dann links ab, auf einem Fußweg den Down vollends hinauf.

Da uns einige Leute per Fuß, oder auch per Fahrrad begegneten wurde uns sofort klar, dass es auch bei den Einheimischen ein beliebtes Plätzchen war. Richtig oben auf dem Down angekommen bekamen wir auch wieder einen Blick auf die Pferderennbahn, die dort oben komplett lang läuft. Zusätzlich gibt es aber Fußwege für die ganzen Wanderer und Radfahrer.

Zuerst haben wir uns natürlich mal an den „Rand“ des Downs gestellt und runtergeblickt auf Kingsclere, Nuthanger Farm, die ganzen Felder und was sonst noch so in der Umgebung einigermaßen zu sehen war – natürlich war die Farm nur ein kleiner roter Fleck mitten im Grün der Felder.

Es war ein unglaubliches Gefühl dort oben zu stehen, man konnte wahrhaftig die ganze Welt sehen! Der Wind pfiff einem so richtig schön um die Ohren und es war dort einfach ruhig und friedlVom Down aus Richtung Nord-Ostenich. Ich kann wirklich verstehen, warum Richard Adams diesen Ort für seine Kaninchen gewählt hat – es ist traumhaft schön dort!

Nach einer Weile des Umherlaufens, Photos- und Videosmachen und sich einfach nur freuen beschlossen wir erst mal uns ein kleines Picknick zu gönnen und ließen uns in der Nähe von Beech Hanger nieder – dem Wäldchen in dem die Kaninchen gelebt haben. Sofort nach der Stärkung machten sich Dominik und ich auf, den Baum zu suchen, den Richard Adams im Buch als das Zuhause der Kaninchen beschrieben hatte. Wir fanden ihn auch. Es war uns beiden kein Geheimnis gewesen, dass der „originale“ Baum bereits vor mindestens 10 Jahren von einem Blitz getroffen worden und dass von ihm nur noch ein morscher Stumpf übrig war. Direkt neben dem alten Baum wuchs eine mächtige Buche, deren Äste ziemlich weit ausuferten und sogar bis zum Boden herab hingen – ein beeindruckender Baum! Wir machten von ihm ein paar Photos und machten uns dann daran die Messingplatte, die Dominik in der Woche vor unserem Urlaub angefertigt hatte, an den alten morschen Baum zu nageln. Während wir unser Werk taten, entdeckten wir einen bemalten Stein am Fuße des alten Baumes und freuten uns, dass noch mehr Fans hier ihre Homage hinterlassen hatten. Nach weiteren Photos und einer ganzen Menge Staunen machten wir uns also schweren Herzens zurück auf den „richtigen“ Pfad.

Die alte Buche (Wohnort der Kaninchen)Wir liefen noch eine ganze Weile auf dem Down umher, machten Photos von Cäsars Gürtel, den man von dort oben wunderbar sehen konnte, und beschlossen schließlich gegen Nachmittag uns auf den Heimweg zu machen.

Wir fanden einen kleinen Fußweg, der uns den ganzen Down hinabbrachte und dort auf der Pferderennbahn mündete, an der Dominik und ich am Abend vorher schon gewesen waren. Von dort aus war es noch ein 45-Minuten-Fußmarsch zurück nach Kingsclere, wo wir ziemlich müde und abgeschlagen erst mal auf unsere Betten sanken.

Zum Abendessen gönnten wir uns diesmal einen Besuch in einem sehr besonderen Etablissement: einem amerikanischen Diner. Das mag zwar nicht gerade typisch für einen England-Trip sein, aber ich will es nicht missen. Die Burger dort waren der Hammer – ja auch der Veggie-Burger – und alles war so 60er Jahre-mäßig ausgestattet; zudem lief auch nur die typische Musik aus den 60ern.

Nach dem Abendessen beschloss Dominik noch mal auf den Down hochzusteigen um ein paar Photos von Kaninchen zu machen. Da mir leider an diesem letzten Tag der Rücken aber total weh tat, konnte ich keinen Schritt mehr tun. Im Nachhinein wurmt es mich total, dass ich nicht mit hoch bin, aber ich hätte es vermutlich nicht geschafft.

 

Der letzte Tag unseres Trips war demnach ein voller Erfolg gewesen und ist absolut empfehlenswert!

 

 

3. Juni 2013 – Die Heimreise

Am Morgen unseres letzten Tages in England stärkten wir uns noch einmal mit dem guten Frühstück und packten dann auch schon unsere sieben SachenKaninchen auf dem Down - Photo mit freundlicher Genehmigung von Dominik zusammen. Unser Fahrer war pünktlich gewesen und brachte uns wohlbehalten nach Heathrow zurück. Dort hatten wir natürlich wieder immens Zeit und vertrieben diese ein wenig durch herumstöbern in Läden und in einem Café. Schließlich checkten wir aber unseren Koffer ein und saßen so noch etwas dumm in der Gegend herum. Ärgerlich war, dass unsere Maschine an diesem Tag fast eine Stunde Verspätung hatte, so dass sie statt um 14:05 Uhr erst um 14:55 Uhr starten konnte. Der Flug verlief jedoch reibungslos und wir kamen wohlbehalten zuhause an. Dominiks Vater erwartete uns bereits und brachte uns alle nach Hause. Trotz all den schönen Erlebnissen in England, war ich doch froh wieder heimischen Boden unter den Füßen zu haben – wie heißt es doch so treffend? Zuhause ist es immer noch am Schönsten.

 

Weitere Bilder

Der Down von Norden aus gesehenDie Scheune der Nuthanger FarmDer Down von Nuthanger Farm aus gesehen

Vom Down aus Richtung NordenAuf dem DownC√§sars G√ľrtel vom Down aus gesehen (Baumreihe im Hintergrund)

Die mächtige Buche von Beech HangerUnsere Platte =)Eine Homage von anderen Fans