Tag 2

Tag 2

 

1. Juni 2013 – Test, Efrafa & die Bahnlinie

An diesem Morgen konnten wir endlich das gute Frühstück des George & Horn testen. Wir konnten aus dem üblichen englischen Sortiment auswählen – Speck, Eier, Toast, Würstchen und Bohnen – oder klassisch Müsli essen. Klar, dass wir uns vom englischen Frühstück was gönnten! Die Männer genehmigten sich Bacon mit Toast und teilweise auch mit Eiern – ich als Vegetarierin gab mich mit Eiern und Toast zufrieden.

Nach dem ausgiebigen FrühsDer Fluss Testtück ging's noch mal kurz zum Laden um Proviant für den Marsch zu kaufen und dann erneut zur Bushaltestelle, doch diesmal nicht nach Newbury, sondern in die andere Richtung nach Overton. Um dort hin zu gelangen muss man erst von Kingsclere aus mit dem Bus nach Basingstoke fahren und von dort weiter mit dem nächsten Bus der nach Overton fährt. Das war eine kleine Weltreise, weil man schon ein ganzes Stück unterwegs ist. Zwei Tagestickets kamen uns hier auch billiger, als vier Einzelfahrten und so kamen wir für etwa 11£ von Kingsclere nach Basingstoke, weiter nach Overton und komplett zurück.

Von Overton aus schlugen wir den Weg Richtung Whitchurch ein, der Heimatstadt von Richard Adams, wir durchquerten das Örtchen Laverstoke und landeten schließlich in einem weiteren Ort namens Freefolk. Dort trafen wir auf eine ältere Frau die wir nach einem Weg durch den Laverstoke Park fragten, weil dort die Stelle am Test mit den drei Brücken ist, zu der wir wollten. Sie erklärte uns, zu unserem Leidwesen, dass das gesamte Areal von einem reichen Rennfahrer aufgekauft wurde, der dort nun Büffel züchtet. Sie regte sich sichtlich darüber auf, weil man davor hunderte Jahre lang in dem Park spazieren gehen durfte und jetzt war es Privatbesitz. Sie zeigte uns aber einen öffentlichen Fußweg, der querfeldein einmal um das Gelände und einen angrenzenden Rugby Club führt und so konnten wir uns wenigstens weiter auf die Socken machen.Die Bahnlinie

Wir folgten dem Weg also ständig nach Norden, kamen an einer alten zerfallenen Farm vorbei, überquerten auf einer Brücke die Bahnlinie und waren schließlich in einem kleinen Waldweg in dem es ruhig und schattig war. Dort auf einer angrenzenden Wiese machten wir kurz Rast um was zu essen und gingen dann nach Osten auf dem Waldweg weiter.

Nach einem kleinen Marsch kamen wir direkt auf Efrafa zu. Die Crixa, die durch zwei sich kreuzende Reitwege entsteht, war also genau vor uns. Sofort wurden Photos gemacht. Sogar ein alter Baumstamm lag dort und perfektionierte die Vorstellungen von Efrafa. Auch die Umgebung, in der die Kaninchen ihre Löcher hatten, wurde genauestens inspiziert, leider ohne jeglichen Fund von Kaninchenspuren. Auf dem Reitweg der nach Süden führt gingen wir weiter und bekamen so noch mal einen Blick auf Efrafa von weiter unten.

Auf einer erst geschotterten und später dann geteerten Straße ging es zuerst weiter nach Süden und dann nach Osten. So kamen wir erneut über eine Brücke über die Eisenbahnlinie und schließlich weiter unten noch mal am Test vorbei und konnten ein paar Photos machen – wenn sie auch nicht den Schauplatz des Buches zeigen... Leider war es uns auch nicht möglich die straßenlose Eisenbahnunterführung, die im Buch beschrieben wird, zu besichtigen, weil alles wieder auf Privatgelände lag...

CrixaEhe wir uns versahen waren wir aber auch schon wieder in Southington – dem Teilort von Overton in dem wir auf der Hinfahrt ausgestiegen waren. Wir nahmen auch den nächsten Bus und fuhren zurück nach Basingstoke und Kingsclere.

Im George & Horn wurde zuerst wieder ausgiebig geduscht und ausgeruht bevor es zum Abendessen und einem kühlen Drink hinunter ging in den Wirtschafts- und Pub-Bereich des B&B. Allabendliche Pub-Besucher waren inzwischen normal für uns und einige davon sah man jeden Tag. Dass die Musik bis nachts um elf ging störte uns auch nur wenig, weil wir meist so müde waren, dass wir sofort einschliefen.Efrafa

Nach dem Abendessen beschlossen Dominik und ich noch einen kurzen Tripp Richtung Watership Down zu machen – unter anderem weil wir uns dann schon mal ein Bild von der Tour am nächsten Tag machen konnten.

Wir liefen bis ans Ende von Kingsclere und dort durch einen kleinen versteckten Fußweg im Gebüsch bis zu dem Fluss, der sich durch ganz Kingsclere zieht und weiter südlich zu einem See zusammenführt. Dort liefen wir erst in die falsche Richtung, doch das gab mir die Chance auf einen Schnappschuss von einem Kaninchen, das bei einer Farm saß und sich ganz ruhig knipsen ließ.

Wieder auf dem „richtigen“ Weg angekommen gingen wir ein Stück die Straße Richtung Westen entlang und konnten dann auf einen öffentlichen Fußweg Richtung Watership Down abbiegen. Auf diesem Fußweg war auch der Beginn einer Pferderennstrecke, die sich einen großen Teil über den Down zieht und auch im Buch erwähnt wird. Fast am Fuße des Down angekommen machten wir ein paar Photos im abendlichen Licht von ihm und machten uns dann auf den Rückweg, damit wir nicht im Dunkeln durch die Gegend irren mussten. Müde, aber zufrieden kamen wir wieder beim George & Horn an und gingen auf unsere Zimmer.

 

Dieser zweite Tag war deutlich ertragreicher gewesen, als der erste.

 

Weitere Bilder

Die stra├čenlose Eisenbahnunterf├╝hrung - Photo mit freundlicher genehmigung von Mark PalmerDie Gegend in der die Kennzeichenl├Âcher gewesen sein sollenSchafe in Freefolk